Sie sind rund, neugierig und haben Augen, in denen man sich verlieren kann: Seehunde und Kegelrobben gehören zur Nordsee wie der Deich. In Friedrichskoog können Sie ihnen so nah kommen wie nirgends sonst in der Region. Hier unsere Tipps für einen Besuch in der Seehundstation (externer Link) und für alles, was drumherum dazugehört.
Was die Seehundstation ist
Die Seehundstation Friedrichskoog ist mehr als ein Ausflugsziel. Sie ist die einzige zugelassene Aufnahmestelle für gestrandete oder kranke Robben in Schleswig-Holstein. Die Tiere werden dort aufgezogen und gepflegt und später wieder ausgewildert. Besucher erleben also keine Show, sondern echte Naturschutzarbeit, die man sich anschauen darf.
Das erwartet Sie vor Ort
- Die Becken der dauerhaft dort lebenden Robben, die Sie durch eine rund 23 Meter lange Glasfront auch unter Wasser beobachten können.
- Den Robbenblick, der zeigt, wie die Aufzucht und die Vorbereitung auf die Freilassung ablaufen. Der Aufzuchtbereich selbst ist für Besucher nicht zugänglich.
- Eine Ausstellung über die heimischen Robben im Weltnaturerbe Wattenmeer: wie sie leben, was sie bedroht und wie man sie schützt.
- Einen Außenbereich mit Aussichtsplattform.
| [Foto: Seehund im Becken] | [Foto: Glasfront mit Robben unter Wasser] |
Wann Sie hingehen sollten
Die Station ist täglich geöffnet. Nach den Angaben im Stationsflyer von 2025 gilt von April bis Oktober 10 bis 18 Uhr, von November bis März 10 bis 16 Uhr. Eine halbe Stunde vor Schluss ist der letzte Einlass. Am Vormittag ist es meist ruhiger, im Sommer und bei Regen kann es voll werden. Die genauen Zeiten, die Fütterungstermine und die Eintrittspreise finden Sie immer aktuell auf der Webseite der Seehundstation.
Gut für Familien, auch bei Regen
Für Kinder ist die Station ein Volltreffer, weil man die Tiere ganz nah erlebt. Ein Teil des Besuchs findet drinnen statt, deshalb passt der Ausflug auch gut zu einem Regentag. Planen Sie etwa zwei bis drei Stunden ein.
Und danach?
- Ein Spaziergang auf dem Deich von Friedrichskoog, mit Blick auf das Wattenmeer.
- Ein Fischbrötchen oder frische Krabben im Hafen, ein Stück weiter im Ort.
- Eine Wattwanderung, wenn die Ebbe passt. Wie das geht, lesen Sie in unserem Ratgeber Wattwandern in Dithmarschen.
So verhalten Sie sich richtig, wenn Sie draußen Robben sehen
Mit etwas Glück sehen Sie Seehunde auch am Strand oder auf Sandbänken. Dann gilt: Abstand halten, am besten etwa 300 Meter, nicht anfassen und Hunde an die Leine nehmen. Liegt ein einzelnes junges Tier allein am Strand, ist es meistens nicht verlassen, denn die Mutter sucht im Wasser nach Futter. Rufen Sie in Zweifelsfällen die Seehundstation an (Telefon 04854 1372) und fassen Sie das Tier nicht an.
Mehr Ausflugsideen finden Sie in unseren Erlebnissen. Und wenn Sie eine Unterkunft in der Nähe suchen, schauen Sie bei den Angeboten vorbei.
Gut zu wissen: Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich. Bitte schauen Sie vor dem Besuch auf die Webseite der Seehundstation.